Samojede
Am 08. Juli 2019
Bin jetzt so weit wo überlege ob ich mal 1 Dylan Shirt zur Arbeit trage oder ob das zu unseriös | privat | leger | unneutral | sonstiges ist.

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kid37, Mo, 8. Jul, 21:31
Die Leitfrage sollte sein: "Würden Sie mich auf ihre Arbeitsstelle mitnehmen?" Falls ja, dann geht Bob Dylan auf jeden Fall. Denn der ist immerhin Nobelpreisträger und ich, aus irgendwelchen Gründen, nicht.

Nobelpreis hin, Nobelpreis her - Im Endeffekt auch nur Schall &Rauch. Aber wo ich ^ihn^ am Freitag live gesehen habe, hatte er 1 Hose an, die pro Hosenbein 1 Glitzerstreifen an der Seite hatte (außen) und mal wieder durch die ganze Halle gefunkelt hat. Wie ^er^.

Würde Sie nicht mit auf mein Arbeitsstelle nehmen. Ist aber l i e b gemeint, sag ich gleich dabei, werd nämlich manchmal.. missverstanden
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klagefall, Mo, 8. Jul, 22:57
Auf meiner Arbeitsstelle ist ein großer Dylanfan, ich kann ihn mal fragen, was er davon halten würde (hat sein ganzes Bürozimmer über den Bücherregalen mit Plakaten von diesem Sänger vollgehängt und das Büro ist sehr (!) hoch und groß).

Sehe mich selbst nicht als Dylanfan. Fragen Sie den ruhig, aber ich finde männliche Dylanfans eher s ch w i e r ig. Hab während des Konzertes wieder einige beoabchtet, wo verzückt mit ihrem Finger kleine Loops in die Luft machen, wenn Herr Dylan singt +spielt. kann natürlich jeder machen wie er will,aber naja. Wie finden Sie Dylan ?

Das ist eine schwierige Frage, um die ich mich immer herumgedrückt habe. Die Antwort ist wahrscheinlich: Ich kenne Dylan nicht. Ich kenne ihn nur ein bisschen.

Im anderen Land, als Kind, hatte ich Kassetten, vom Radio aufgenommen, alles mögliche und ab und zu höre ich irgendwo einen Song und dann denke ich, den kenne ich von den Kassetten, und es ist von Dylan, aber ich wusste nicht, dass es Dylan ist.

Ich verschenke Dylan-Platten an liebe Menschen aus der nächsten Generation, so als ob ich die Fackel weitergeben würde, aber selbst habe ich tatsächlich nur eine einzige: *Highway 61 Revisited* (die ganz großartig ist). Hauptsächlich deshalb, weil es in der kleinen Stadt nur einen einzigen Plattenladen gibt und dort ist das Fach von Dylan gähnend leer, weil wahrscheinlich immer alles gleich weggekauft wird oder weil niemand Dylan-Platten weggibt oder beides. Alles, was ich von ihm kenne, gefällt mir, aber das ist zugleich das Problem: Der Kerl ist schrecklich produktiv und lebendig, so dass ich wirklich sehr lange brauchen würde, das *alles* anzuhören und kennenzulernen und das ist schließlich das, was man macht, wenn einem etwas sehr gefällt.

Also habe ich mir gedacht, damit werde ich anfangen, wenn ich 60 bin. Das ist das richtige Alter dafür. Im letzten Jahr hatte ich erstmal das starke Bedürfnis, jetzt alles von den Beatles zu hören und von Lennon und Harrison und die Hälfte von McCartney und vier, fünf Platten von Ringo, bevor ich dazu nicht mehr komme. Und damit bin ich noch nicht ganz fertig und dass Lennon tot ist, habe ich bis heute nicht verwunden. Bei Harrison ist es anders, der konnte seine Sachen zu einem Ende bringen, aber Lennon konnte das nicht. Der hatte gerade wieder angefangen, *Starting Over*.

Aber Dylan kommt auch noch, versprochen.

Machts doch nix, ich kenne auch nicht alles von Dylan, muss ja auch nicht. Aber man hat doch trotzdem 1 Gefühl dazu ähnlich wie zu jemanden, wo man kennenlernt. Ich mein, entweder man ist angetan | interessiert | zugeneigt | verliebt oder nicht (also bei Dylan jetzt im übertragenen Sinne), weiß ich nicht, ob man da erst das Gesamtwerk kennen (lernen) muss?! Bei ihnen liest sich *das*etwas zögerlich und zaudernd, so als respektieren sie ihn, aber so richtigen Zugang haben sie nicht, Stichwort:gutebekanntschaft. Gut, kann aber auch eine vermessene Deutung meinerseits sein.


Tut mir leid für Sie mit Herrn Lennon. ich finde Künstler sollten lange leben, um alles und alle Facetten zeigen zu können, ansonsten ist das wie.. abgeschnitten, rausgerissen, unvollendet.. Eigentlich alle Menschen bzw die, die es wollen. Ich habe zu den Beatles bisher keinen Zugang gefunden.Hab auch mal Ärger+ Stress mit Beatles Verehrern gehabt, wo mich sauer angucken selbst wenn ich lediglich diplomatisch sage, dass ich *damit* wenig anfangen kann. Für mich sind Beatles & Dylan auch so eine Kombi wie zb HSV & St Pauli, AfD & Die Linke, grün & blau, katholisch &atheistisch usw etc , also natürlich auch im übertragenen Sinne gemeint. Kann man nicht beides zusammen gut finden /wählen/kombinieren. Aber jetzt nicht missverstehen: Find Sie t r o t z d e m lieben+korrekten Kommentator (❣)

Also dann würde ich sagen, zwischen zugeneigt und interessiert, was Dylan angeht, mit Tendenz zur Zuneigung.

Die Beatles haben Dylan sehr gemocht und andersherum Dylan die Beatles. All Things Must Pass von Harrison war in weiten Teilen ein Dylan-Album, das Concert for Bangladesh war Dylans Comeback auf der Bühne nach seinem Unfall und später waren D. und H. sogar zusammen in einer Band. Die beiden teilen evtl. Ihre Unvereinbarkeitsthese nicht ganz (wenn man davon ausgeht, dass sie die jeweils eigene Musik auch mögen bzw. mochten).

Aber Sie haben Recht, es ist doof, mit dem eigenen Musikgeschmack zu missionieren.

W A S ? Das muss ich erstmal recherchieren. Demnächst b e h a u p t e t noch wer, dass Oma Hans & Kettcar sich *mögen*.
Dass Dylan & 1 Beatle mal zusammen in einer Band waren, ist mir bekannt, aber das heißt ja nix.Kann ja zb auch auch eine einseitige Sympathie (=Beatles ♡ Dylan) aber seitens Dylan nur oder immerhin aus taktischen | strategischen | missionarischen Gründen gewesen sein. Denke mal nicht, dass (s)(S)ie in sein 💚 geguckt haben!
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